Tarifvertrag verdi eingruppierung

“Ich freue mich, dass wir mit Verdi einen langfristigen Tarifvertrag für unsere größte Mitarbeitergruppe abschließen konnten. Damit haben wir tariflichen Frieden für alle großen Lufthansa-Arbeitnehmergruppen in Deutschland erreicht”, sagt Bettina Volkens. Die Beschäftigten der früheren Beschäftigungsgruppen 1 bis 6 müssen je nach Tätigkeit den Beschäftigungsgruppen A bis H im Rahmen des neuen Beschäftigungsgruppensystems zugeordnet werden. Sie werden im nächsthöheren Mindestlohn der jeweiligen Beschäftigungsgruppe im Tarifvertrag eingestuft, bei dem frühere Dienstjahre unerheblich sind – der Arbeitnehmer wird immer dem ersten Jahr der neuen Stufe zugeordnet. Solche Erhöhungen des Mindestlohns können auf bestehende (nicht zweckgebundene) Überzahlungen angerechnet werden. Sollte der ALTE Mindestlohn im Tarifvertrag höher sein als der NEUE Mindestlohn der fünften Stufe, so muss der Arbeitnehmer dennoch dieser Stufe zugeordnet werden. Die Differenz zwischen dem NEUEN Mindestlohn und dem ALTEN Mindestlohn wird als “Reformbetrag 1” ausgewiesen und jährlich erhöht wie die Imponentumgehälter des Tarifvertrags (ein “Reformbetrag 2”, der für Transfers bis zum 1. November 2019 zu zahlen sein kann, wird hier nicht erörtert). Dieser “Reformbetrag 1” darf weder auf bestehende Überzahlungen angerechnet noch zur Bezahlung zusätzlicher Arbeitsstunden, Überstunden, Prämien, Provisionen, Zuschläge, Zulagen oder Entschädigungen für Reisekosten verwendet werden.

Reformbeträge müssen in die Bemessungsgrundlage für die Berechnung lohnabhängiger Forderungen einbezogen werden. Anlässlich der Unterzeichnung sagte Ulrike Riedel, Mitglied des Vorstands der EUROGATE-Gruppe und Personalleiterin: “Der neue Future-Kollektivvertrag ist das Ergebnis eines intensiven Verhandlungsprozesses. Die Automatisierung wird grundlegende Veränderungen mit sich bringen, die wir noch nicht vollständig vorhersehen können und die offensichtlich eine Menge Unsicherheit verursachen. Der Zukunftstarifvertrag bietet die notwendige Orientierung und bringt Sicherheit für das Unternehmen und unsere Mitarbeiter auf unserem Weg durch diesen Wandel.” Christine Behle vom ver.di-Bundesvorstand betont: “Dieser Tarifvertrag deckt die Zukunft der Hafenaktivitäten ab und wirkt sich zusätzlich auf das gesamte Arbeitsumfeld aus. Die durch Automatisierung und Digitalisierung vorangetriebenen Veränderungsprozesse erfordern eine gleichberechtigte Mitarbeiterbeteiligung. Deshalb sind die Stärkung der Mitbestimmung, die gezielte Qualifizierung und eine weitere Arbeitszeitverkürzung der Weg.” Gestern (19. Dezember 2018) verabschiedeten die Containerterminal-Betreibergruppe EUROGATE und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Bremen den sogenannten Zukunftstarifvertrag. Mit der Unterzeichnung des Abkommens haben die Parteien eine mehr als eineinhalbjährige Verhandlungsphase erfolgreich abgeschlossen. Die NEW-Klassifikation unterliegt einem Verbot der Benachteiligung des Arbeitnehmers. Kein Mitarbeiter darf durch die NEW-Klassifikation und eine Meinungsverschiedenheit über die Einstufung benachteiligt werden. Die Rechtsansprüche eines Arbeitnehmers aufgrund seiner Umgliederung in das NEW-Gehaltssystem am Umstellungstag erlöschen (nur) nach Ablauf von drei Jahren.

Das Abkommen deckt die potenziellen Auswirkungen von Automatisierungs- und Digitalisierungsprozessen in den Häfen ab. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, plant EUROGATE, wie viele seiner Wettbewerber, sein operatives Geschäft durch sukzessive Verstärkung des Automatisierungsgrades auszubauen. Der angenommene Zukunftstarifvertrag regelt das Management beschäftigungsbezogener Veränderungen, die durch umgesetzte Automatisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen bewirkt werden, und bietet für beide Seiten einen verbindlichen Rahmen für die ersten und zukünftigen Phasen dieses wichtigen Transformationsprozesses. Die Vergütungserhöhung erfolgt in zwei Schritten: um drei Prozent zum 1. Februar 2018 und um weitere drei Prozent zum 1. Mai 2019.